Österreichische AutoBank geschlossen

Berlin, 3. August 2021 – Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat am 30. Juli 2021 der AutoBank AG mit Sitz in Wien die Fortführung des Geschäftsbetriebs untersagt. Damit ist ein Sicherungsfall im Sinne des österreichischen Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes (ESAEG) eingetreten. Unter den rund 16.000 Kunden befinden sich auch rund 850 Kunden, die Einleger der deutschen Zweigniederlassung sind. Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) ist daher in den Entschädigungsfall eingebunden.   

 

Die AutoBank AG ist der Einlagensicherung AUSTRIA (ESA) angeschlossen, die federführend die Entschädigung der Kunden durchführt. Die ESA schützt Kundeneinlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Einleger und wird die Kunden der Bank in den nächsten Tagen anschreiben, um den Ablauf des Entschädigungsverfahrens zu erläutern und die Entschädigung durchzuführen.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der ESA unter einlagensicherung.at

Entschädigungseinrichtung deutscher Banken

Informationen zur Entschädigungseinrichtung öffentlicher Banken

Das am 14. Dezember 2020 im Bundesgesetzblatt (BGBl I, S. 2773 ff.) veröffentlichte und am 29. Dezember 2020 in Kraft getretene Risikoreduzierungsgesetz (RiG) enthält neben Regelungen zur Umsetzung des sog. Bankenpaketes (CDR V, CRR II, BRRD II) auch Änderungen des Einlagensicherungsgesetzes (EinSiG). Weitere Informationen finden Sie hier

Informationsbogen für den Einleger: Banken informieren über Einlagensicherung

Viele Kunden erhalten in diesen Tagen Post von ihrer Bank mit einem Informationsbogen zur gesetzlichen Einlagensicherung. Wichtig zu wissen: Grund für die Zusendung ist nicht etwa eine Änderung des Schutzniveaus, Banken sind lediglich seit diesem Jahr gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Kunden einmal jährlich über die gesetzliche Einlagensicherung zu informieren.

Das im Informationsbogen genannte Einlagensicherungssystem ist nur für die Durchführung der Entschädigung der Kunden zuständig. In diesem Fall würden Sie direkt durch das Einlagensicherungssystem angeschrieben. Das Einlagensicherungssystem kann Ihnen keine Auskünfte über ihre Bank geben. Wenn Sie Fragen zur Kontoführung haben oder eine Auskunft suchen, wenden Sie sich bitte direkt an ihre Bank.

Über die EdB

Die EdB ist eine hundertprozentige Tochter des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. Sie wurde durch das Bundesfinanzministerium mit der Aufgabe beliehen, die gesetzliche Einlagensicherung und Anlegerentschädigung für die privaten Banken in Deutschland zu führen.

Die Entschädigungseinrichtung hat die Aufgabe, im Entschädigungsfall die Gläubiger eines ihr zugeordneten Kreditinstituts für nicht zurückgezahlte Einlagen zu entschädigen. Als Einlagen gelten auch Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften eines CRR-Kreditinstituts.

Entschädigungsfälle

Seit ihrer Gründung im Jahr 1998 musste die EdB in mehreren Entschädigungsfällen tätig werden. Welche Kreditinstitute betroffen waren und wer darin beteiligt war, ist in einer Übersicht festgehalten.

Infos für Verbraucher

Wer wird von der EdB geschützt? Was wird geschützt? Was ist ein Moratorium? Die Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie hier.

Die Publikation „Kurzinformation“ enthält zusammengefasst die wesentlichen Informationen für Verbraucher: Rechtsgrundlagen, Ablauf des Verfahrens, teilnehmende Banken. Mehr

Infos für Kreditinstitute

Gemäß § 1 EinSiG sind die in § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG genannten CRR-Kreditinstitute verpflichtet, ihre Einlagen im Rahmen der Vorgaben des Gesetzes durch Zugehörigkeit zu einer Entschädigungseinrichtung zu sichern.

Weiterhin haben die CRR-Kreditinstitute, die neben dem Einlagengeschäft auch das Wertpapiergeschäft im Sinne des § 1 Abs.  1a Satz 2 Nr. 1 bis 4 Buchstabe a bis c des KWG betreiben, gemäß §  5 Abs. 2 EinSiG i. V. m. den §§ 3 – 5 AnlEntG ihre Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften zu sichern.

Schutzumfang abfragen

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