Häufig gestellte Fragen zu grenzüberschreitenden Entschädigungsfällen

Auf dieser Seite beantworten wir die häufigsten Fragen zu grenzüberschreitenden Entschädigungsfällen. Allgemeine Fragen zur Einlagensicherung beantworten wir auf dieser Seite.

Wird über eine Bank im EU/EWR-Raum (Heimatland) der Entschädigungsfall festgestellt und hat dieses Institut eine unselbständige Zweigniederlassung innerhalb Deutschlands (Gastland), so hat die EdB auf Weisung des Heimateinlagensicherungssystems die Entschädigung der deutschen Einleger durchzuführen.
Die Einlagensicherung des Heimatlandes stellt dafür die erforderlichen Finanzmittel und Anweisungen bereit. 
 

Nein. Die Entschädigung ist grundsätzlich für den Kunden kostenfrei.

Die Entschädigung wird durch die Entschädigungseinrichtung des Heimatlandes (also des Landes, in dem der Sitz der Bank ist) der Bank geleistet. Mit Blick auf die Zweigstelle der Bank in Deutschland gehen wir davon aus, dass auch eine größere Zahl deutscher Kunden betroffen ist. Um diesen den Prozess der Entschädigung zu erleichtern, unterstützt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) die Entschädigungseinrichtung des Heimatlandes.

Das Entschädigungsverfahren läuft grundsätzlich identisch ab, wie bei einem rein nationalen Entschädigungsverfahren. Die Kunden der deutschen Zweigstelle werden von der EdB angeschrieben und um die Mitteilung einer neuen Kontoverbindung (IBAN) und Übersendung weiterer Unterlagen gebeten. Auf dieses Konto wird die EdB die Entschädigungssumme überweisen. Der Kunde muss also zunächst selbst nicht aktiv werden, sondern wird von der Entschädigungseinrichtung angeschrieben.

Nein, das ist grundsätzlich nicht notwendig. Die Einbindung der EdB erfolgt insbesondere aus dem Grund, das Verfahren für inländisch betroffenen Kunden der Bank einfach, transparent und zügig auszugestalten.

Die EdB führt die Entschädigung im Namen und entsprechend den Anweisungen des ausländischen Einlagensicherungssystems (Heimatland) durch.

Das ausländische Einlagensicherungssystem stellt der EdB die für die Entschädigung notwendigen Mittel zur Einlegerentschädigung vor deren Auszahlung zur Verfügung.

Die EdB haftet nicht für Handlungen, die sie entsprechend den Anweisungen des ausländischen Sicherungssystems (Heimatland) durchgeführt hat.

Auch hier gilt, dass die betroffenen Einleger so schnell wie möglich entschädigt werden. Da aber bei einem grenzüberschreitenden Entschädigungsfall (im Vergleich zu einem rein nationalen Entschädigungsfall) weitere Prozessschritte notwendig sind, kann die Erstattung aufgeschoben werden. Gleichwohl ist oberstes Ziel, die schnelle Entschädigung der Einleger.

Dies erfolgt grundsätzlich über die EdB, die dann den Sachverhalt und die für die Prüfung des geltend gemachten Anspruches notwendigen Dokumente an das Entschädigungssystem des Heimatlandes weiterleitet.

Diese Webseite nutzt Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Cookie Einstellungen