Was ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB)?
Die EdB ist eine Tochter des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. Sie wurde durch das Bundesfinanzministerium mit der Aufgabe beliehen, die gesetzliche Einlagensicherung und Anlegerentschädigung für die Banken in Deutschland zu führen.

 

Welche Aufgabe hat die Einlagensicherung?
Bei der Insolvenz eines Kreditinstituts schützt das Einlagensicherungssystem den Kunden. Ist eine Bank nicht in der Lage Kundengelder - also Einlagen - zurückzuzahlen, sind die Rückzahlungsansprüche der Kunden im gesetzlich vorgesehenen Umfang durch die Einlagensicherungseinrichtungen abgesichert.

 

Welche Kreditinstitute sind der EdB zugewiesen? 
Grundsätzlich sind alle Kreditinstitute verpflichtet, ihre Einlagen durch Zugehörigkeit zu einem Einlagensicherungssystem zu sichern. Grundsätzlich sind alle Banken und Bausparkassen, die eine deutsche Banklizenz haben und das Einlagenkreditgeschäft betreiben, der EdB zugewiesen. Ausnahmen bilden dabei Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken, die den jeweiligen Institutssicherungssystemen angehören. Eine Liste der aktuell zugewiesenen Banken können Sie hier abfragen: Liste der zugewiesenen Banken

 

Warum kann ich meine Bank nicht in dem Verzeichnis der zugewiesenen Institute finden? 
Bitte prüfen Sie zunächst, ob Sie bei Ihrer Suche den vollständigen Namen der Bank verwendet haben. Befindet sich das gesuchte Institut nicht unter seinem vollen Namen in dem Verzeichnis zugewiesener Institute, gehört es der EdB nicht an. 

Handelt es sich bei dem von Ihnen gesuchten Institut um eine Sparkasse oder eine Volks- und Raiffeisenbank, wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Verband: 

Handelt es sich bei dem von Ihnen gesuchten Institut um die Zweigniederlassung einer ausländischen Bank, können wir Ihnen leider keine verbindliche Auskunft hinsichtlich der Höhe der Einlagensicherung geben. Nähere Auskünfte erfragen Sie bitte bei der jeweils zuständigen nationalen Entschädigungseinrichtung, zum Beispiel für Fragen zur Sicherungseinrichtung der

 

Warum erhalte ich einen „Informationsbogen für den Einleger“?
Banken sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Kunden regelmäßig über die gesetzliche Einlagensicherung zu informieren. Dazu versenden die Banken an ihre Kunden einmal jährlich den Informationsbogen für den Einleger. 

  • Wichtig zu wissen: Grund für die Zusendung ist nicht etwa eine Änderung des Schutzniveaus oder eine Schieflage der Bank. Die Kundenmitteilung enthält vielmehr grundsätzliche Informationen über das für die Bank zuständige Einlagensicherungssystem. Aufgeführt werden die Sicherungsobergrenze, die Erstattungsfrist, die Währung, in der erstattet wird, und die jeweiligen Kontaktdaten des Einlagensicherungssystems. Sie brauchen aufgrund dieser Information nicht aktiv werden. Das im Informationsbogen genannte Einlagensicherungssystem ist nur im Entschädigungsfall und nur für die Durchführung der Entschädigung der Kunden zuständig. In diesem Fall würden Sie direkt durch das Einlagensicherungssystem angeschrieben.
  • Bitte beachten Sie: Das Einlagensicherungssystem kann Ihnen keine Auskünfte über Ihre Bank geben. Wenn Sie Fragen zur Kontoführung haben oder eine Auskunft suchen, wenden Sie sich bitte direkt an Ihre Bank. So sparen Sie Porto und Zeit. Das betrifft zum Beispiel Kündigungen oder Kontoeröffnungsanträge. Die Einlagensicherungssysteme sind nicht befugt Schreiben für die Bank entgegenzunehmen und leiten diese auch nicht an die Bank weiter.

Weitergehende Informationen zur Einlagensicherung und Art und Umfang des Schutzes für Ihre Ersparnisse finden Sie auf unseren Webseiten.

Wie groß ist das Vermögen der Einlagensicherung?
Die gesetzlich vorgeschriebene Zielausstattung liegt bei 0,8% der gedeckten Einlagen und muss bis 2024 erreicht sein. 

 

Wie leistungsfähig ist die gesetzliche Einlagensicherung?
Seit ihrer Errichtung im Jahr 1998 konnte die gesetzliche Einlagensicherung in allen Entschädigungsfällen sämtliche Ansprüche von betroffenen Bankkunden vollumfänglich entschädigen und wird dies auch in Zukunft leisten. 

 

Woher bekommt die Einlagensicherung ihr Geld? 
Die gesetzliche Einlagensicherung finanziert sich durch Beiträge, die sie jedes Jahr von den ihr zugewiesenen Kreditinstituten erhebt. Aus diesen Geldern erfolgt die Entschädigung. Darüber hinaus kann die EdB in bestimmen Situationen Sonderbeiträge von ihren Mitgliedern erheben. Die Einzelheiten der Beitragserhebung regelt die Entschädigungseinrichtungs-Finanzierungsverordnung. 
 

Wie hoch ist mein Entschädigungsbetrag?
Der Entschädigungsanspruch ist auf 100.000 Euro pro Person und pro Kreditinstitut begrenzt. In bestimmten Fällen kann sich diese Summe jedoch auf insgesamt bis zu 500.000 Euro erhöhen. Das ist der Fall, wenn ein Guthaben mit einem besonderen Ereignis im Leben des Einlegers verknüpft ist. Dazu zählen der Verkauf einer privat genutzten Wohnimmobilie, eine Heirat, Abfindung für Arbeitnehmer, Scheidung, der Renteneintritt, Ruhestand, eine Kündigung, Entlassung, Geburt, Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Invalidität, Behinderung oder der Tod. Diese Guthaben sind geschützt, sofern der Entschädigungsfall innerhalb von sechs Monaten nach Gutschrift des Betrags auf dem Konto eintritt.

 

Umfasst der Entschädigungsanspruch auch Zinsen? 
Im Rahmen der Obergrenze von 100.000 Euro umfasst die Entschädigung auch Ansprüche auf Zinsen für den Zeitraum bis zur Feststellung des Entschädigungsfalls. 

 

In welcher Währung erhalte mein Geld?
Die Entschädigung wird grundsätzlich in Euro gewährt. Der Anspruch auf Entschädigung besteht aber unabhängig davon, auf welche Währung die Einlagen lauten. 

 

Wie wirken sich Wechselkurse aus?
Falls Konten eines Einlegers in einer anderen Währung als Euro geführt werden, wird als Wechselkurs der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank des Tages verwendet, an dem die BaFin den Entschädigungsfall festgestellt hat.

Wer wird von der gesetzlichen Einlagensicherung geschützt?
Geschützt sind Guthaben von Privatpersonen sowie Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften.
Nicht geschützt sind die Guthaben von Kreditinstituten und institutionellen Anlegern, wie beispielsweise Finanzdienstleister, Versicherungsunternehmen und Guthaben der öffentlichen Hand.

 

Welche Einlagen werden gesichert?
Unter den Schutz fallen Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten, Festgelder, Sparguthaben sowie auf den Namen lautende Sparbriefe. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie z.B. Inhaberschuldverschreibungen und Zertifikate, werden nicht geschützt.

 

Wie sind Gemeinschaftskonten, z.B. von Ehegatten, geschützt? 
Grundsätzlich sind pro Kreditinstitut und pro Kunde 100.000 Euro geschützt, unabhängig von der Anzahl der Konten. Im Falle von Eheleuten können beide Kontoinhaber aber je einen Betrag von bis zu 100.000 Euro beanspruchen. Das Guthaben wird auf die einzelnen Kontoinhaber zu gleichen Teilen verteilt, sofern nicht bei der Kontoeröffnung eine abweichende Regelung vereinbart wurde. 
Sofern Inhaber von Gemeinschaftskonten auch über Einzelkonten bei demselben Kreditinstitut verfügen, werden diese bei der Berechnung der Höhe der Entschädigung für den betreffenden Kontoinhaber berücksichtigt.

 

  • Bsp.: Das Ehepaar Mustermann verfügt bei Bank X über ein Gemeinschaftskonto mit einem Guthaben von 80.000 Euro sowie über Einzelkonten mit einem Guthaben von 30.000 Euro im Falle von Frau Mustermann sowie 70.000 Euro im Falle von Herrn Mustermann. 
    Der Anspruch von Frau Mustermann beträgt 40.000 Euro aus dem Gemeinschaftskonto sowie 30.000 Euro aus dem Einzelkonto, insgesamt also 70.000 Euro
    Der Anspruch von Herrn Mustermann beträgt 40.000 Euro aus dem Gemeinschaftskonto sowie 60.000 Euro aus dem Einzelkonto, insgesamt 100.000 Euro. 

 

 

​​​​​​​Wie werden Treuhandkonten geschützt? 
Bei Treuhandkonten, welche ein Kontoinhaber für einen Dritten angelegt hat, wird hinsichtlich der Deckungssumme nichtauf den Kontoinhaber, sondern auf den Dritten als Einleger abgestellt, sofern das Treuhandverhältnis eindeutig als solches gekennzeichnet ist.

 

Werden auch Zertifikate geschützt, wenn die emittierende Bank in Insolvenz geht? 
Nein, denn bei Zertifikaten handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen, welche die EdB grundsätzlich nicht schützt.

 

Wird mein Depot (Aktien, Investmentfonds, Zertifikate etc.) von der EdB geschützt? 
Wertpapiere sind grundsätzlich nicht geschützt, hierzu besteht auch kein Grund. Depots werden lediglich von der Bank verwahrt, sie bleiben aber im Eigentum des Kunden. Im etwaigen Insolvenzfall können Sie Ihr Depot auf ein anderes Institut übertragen lassen, sofern der Bank keine Sicherungsrechte zustehen. 

Eine Entschädigung aus Wertpapiergeschäften kann jedoch in Betracht kommen, wenn das Institut pflichtwidrig nicht im Stande ist, im Eigentum des Kunden befindliche und für ihn verwahrte Wertpapiere zurückzugeben. Die EdB schützt in dem Fall 90 % der Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften, maximal den Gegenwert von 20.000 Euro.

 

Wie werden Konten von BGB-Gesellschaften (GbR) behandelt? 
Konten von BGB-Gesellschaften sind nicht als Gemeinschaftskonten der Gesellschafter, sondern als ein Konto der Gesellschaft zu betrachten. Die BGB-Gesellschaft hat einen eigenen Entschädigungsanspruch, der auf 100.000 Euro begrenzt ist.

 

Sind auch Konten bei Zweigniederlassungen im Ausland geschützt? 
Einlagen, die bei einer unselbstständigen Zweigniederlassung im Ausland (z.B. ING DiBa Direktbank Austria) gehalten werden, sind im Rahmen der deutschen Sicherungsgrenze geschützt. Dabei spielt es keine Rolle, welche Staatsangehörigkeit der Bankkunde hat.

 

Sind auch Konten in Fremdwährungen geschützt? 
Ja, auch Konten in Fremdwährungen sind durch die EdB geschützt. Im Entschädigungsfall erfolgt die Entschädigung jedoch in Euro, unabhängig davon, auf welche Währung die Einlagen lauten. 

 

Was passiert mit meinen Einlagen, wenn meine Bank mit einer anderen Bank fusioniert?
Innerhalb der EU sind die Einlagen weiterhin gesetzlich geschützt bis zu 100.000 Euro und es werden im Entschädigungsfall bis zu 100.000 Euro erstattet. Dies kann, je nachdem, welchem Einlagensicherungssystem die aufnehmende Bank zugewiesen ist, weiterhin bei der EdB oder bei einem anderen Sicherungssystem sein. 
Ggf. ist zu beachten, dass eventuell bereits vorhandene Konten bei der neuen Bank bei der Berechnung des Entschädigungsanspruchs einbezogen werden.

 

Was passiert mit meinem Geld u.a. Gegenständen im Bankschließfach?
Dem Schließfachmieter steht im Falle der Insolvenz der Bank ein sogenanntes Aussonderungsrecht an den Gegenständen in seinem Safe zu. Die unter Moratorium stehende Bank kann daher bei der BaFin beantragen, die Schließfächer für ihre Kunden zu öffnen. Diesem Antrag wird in der Regel stattgegeben.

 

Habe ich einen Rechtsanspruch auf Entschädigung durch die EdB? 
Gemäß § 5 Abs. 1 Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) und § 5 Abs. 2 EinSiG i. V. m. §§ 3–5 AnlEntG haben Gläubiger eines Kreditinstituts im Entschädigungsfall gegen die Entschädigungseinrichtung, der das Institut zugewiesen ist, einen Anspruch auf Entschädigung nach den gesetzlichen Bestimmungen. 

 

Was kann ich tun, wenn ich mit dem Entschädigungsbetrag nicht einverstanden bin?
Für Streitigkeiten über Grund und Höhe des Entschädigungsanspruchs ist der Zivilrechtsweg gegeben.

Was ist ein Moratorium? 
Ein Moratorium wird durch die zuständige Aufsichtsbehörde, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), verhängt im Falle der Gefahr einer Insolvenz eines Kreditinstituts. Damit einher geht beispielsweise das Verbot gegenüber dem Kreditinstitut, Zahlungen zu leisten - also Einlagen oder zugesagte Kredite auszuzahlen - oder Vermögensgegenstände zu veräußern. Die Bank darf lediglich Zahlungen entgegennehmen, die zur Tilgung von Schulden bestimmt sind. Ein Moratorium wirkt sich nicht auf die Verpflichtungen der Kunden gegenüber ihrer Bank aus, d.h. Kredite sind in gewohnter Weise zu bedienen. 

Das Moratorium gibt der Aufsicht die Möglichkeit, zu prüfen, ob das Institut wirtschaftlich in der Lage ist, seinen Betrieb ggf. mit Unterstützung wieder aufzunehmen, ohne dass in dieser Zeit Vermögen aus dem Kreditinstitut abfließt. Sofern die Prognose negativ ist, kommt es meist zur Insolvenz des Kreditinstituts. 

 

Wann tritt der Entschädigungsfall ein? 
Der Entschädigungsfall ist die förmliche Feststellung der BaFin, dass das Institut nicht mehr in der Lage ist, die anvertrauten Einlagen zurückzuzahlen und/oder Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften zu erfüllen bzw. tritt ein, wenn das Moratorium bereits sechs Wochen andauert. Erst mit der förmlichen Feststellung des Entschädigungsfalls durch die BaFin darf die EdB damit beginnen, die Einlegerentschädigung durchzuführen. In diesem Fall werden alle geschützten Einleger unverzüglich über die Feststellung des Entschädigungsfalls und das Entschädigungsverfahren per Brief informiert. 

 

Wie lange dauert es, bis ich mein Geld wiederbekomme? 
Gesetzliche Entschädigungsansprüche sind grundsätzlich innerhalb von sieben Arbeitstagen nach der Feststellung des Entschädigungsfalls zu erfüllen. Die konkrete Dauer hängt unter anderem von der Zahl der Kunden und der internen Organisation der Bank ab.

 


Wie läuft die Entschädigung durch die EdB ab? 
Bevor das Geld an die Bankkunden ausgezahlt werden kann, müssen im Entschädigungsfall zunächst die Namen der Kunden festgestellt und die Höhe der Guthaben ermittelt werden. Sobald die Kundendaten ausgewertet sind, werden alle geschützten Einleger angeschrieben, um eine alternative Bankverbindung in einem Formular mitzuteilen. Nachdem dieses vom Kunden unterschriebene Formular bei der Einlagensicherung eingegangen und erfasst ist, erfolgt innerhalb weniger Tage die Überweisung der Entschädigungszahlung auf das angegebene Konto. Zudem erhalten die Kunden eine Aufstellung der entschädigten Kapital- und Zinsbeträge.

Bitte beachten Sie: Bei Kreditinstituten, die sowohl der EdB zugewiesen sind als auch am Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. mitwirken, erfolgt die Entschädigung für beide Sicherungseinrichtungen „aus einer Hand“. Dafür beauftragt die EdB den Einlagensicherungsfonds mit der Abwicklung der Entschädigungsaktion. Das heißt, im Entschädigungsverfahren tritt der Einlagensicherungsfonds als Kontaktperson gegenüber den Kunden auf. 

 

Muss ich einen Antrag auf Entschädigung stellen? Sind dabei Fristen zu beachten? 
Im Regelfall ist kein Antrag durch den Einleger erforderlich. 

In den folgenden Sonderfällen ist der Einleger gehalten, Ansprüche nachzuweisen: 

Beträge, die einer vorübergehend erhöhten Deckungssumme unterliegen, sind vom Einleger gesondert schriftlich unter Nachweis der anspruchsbegründenden Tatsachen glaubhaft zu machen. Diese Beträge sind durch die EdB grundsätzlich innerhalb von sieben Arbeitstagen nach Zugang der Anmeldung dieser Beträge und deren Glaubhaftmachung zu entschädigen.

Angemeldete Ansprüche, die auf die Entschädigung von Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften gerichtet sind, hat die EdB unverzüglich zu prüfen und spätestens drei Monate, nachdem sie die Berechtigung und die Höhe der Ansprüche festgestellt hat, zu erfüllen. Der Anspruch auf Entschädigung ist durch den Kunden schriftlich innerhalb eines Jahres nach Unterrichtung über den Entschädigungsfall bei der EdB anzumelden.

 

Was passiert mit meinen Einlagen über 100.000 Euro?
In vielen Fällen sind Kunden von Kreditinstituten nicht nur durch gesetzliche, sondern darüber hinaus durch die freiwilligen Einlagensicherungseinrichtungen abgesichert. Im Falle der privaten Banken ist dies der Einlagensicherungsfonds. Ob Ihr Kreditinstitut einer freiwilligen Einrichtung angehört, erfahren Sie über die Institutsabfrage.
Außerdem besteht die Möglichkeit, Guthaben über 100.000 Euro im Rahmen des Insolvenzverfahrens als Forderung anzumelden. 
 

Wird über eine Bank im EU/EWR-Raum (Heimatland) der Entschädigungsfall festgestellt und hat dieses Institut eine unselbständige Zweigniederlassung innerhalb Deutschlands (Gastland), so hat die EdB auf Weisung des Heimateinlagensicherungssystems die Entschädigung der deutschen Einleger durchzuführen.
Die Einlagensicherung des Heimatlandes stellt dafür die erforderlichen Finanzmittel und Anweisungen bereit. 
 

Was ändert sich bis zu einem Brexit?
Nichts, die Einlagen sind in gewohnter Weise geschützt. (Weitere Informationen finden Sie in den FAQ-Bereichen weiter oben)

 

Was ändert sich durch einen ungeregelten Brexit?

  • Eine Bank mit Sitz in Deutschland unterhält eine unselbständige Zweigstelle in Großbritannien. Wie sind meine dortigen Einlagen geschützt?
    Private deutsche Banken sind der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) als dem zuständigen Einlagensicherungssystem zugeordnet. Die EdB sichert Einlagen auch dann, wenn sie bei Zweigstellen dieser Banken außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR), d.h. in so genannten Drittstaaten, gehalten werden.
    Grundlage hierfür ist die Regelung des § 7 Abs. 3 EinSiG, der einen Schutz der Einlagen unabhängig von Währung und Ort der Einlage festschreibt.
    Durch einen Brexit ändert sich hieran nichts. Die Einlagen sind weiterhin durch die EdB geschützt. Und zwar unabhängig von der Art des Brexits.
  • Eine Bank mit Sitz in Deutschland unterhält eine Tochtergesellschaft mit eigener Banklizenz in Großbritannien. Wie sind meine Einlagen bei der Tochtergesellschaft geschützt?
    Tochtergesellschaften in Großbritannien, die über eine eigene Banklizenz in Großbritannien verfügen, sind durch die britische Einlagensicherung (Financial Services Compensation Scheme, FSCS) geschützt. Das ist auch heute bereits der Fall.
  • Eine Bank mit Sitz in Großbritannien unterhält eine unselbständige Zweigstelle in Deutschland. Sind meine dortigen Einlagen geschützt?
    Die Einlagen sind derzeit durch das britische Einlagensicherungssystem (Financial Services Compensation Scheme, FSCS) geschützt. 
    Sollte es zu einem ungeregelten Brexit kommen, würde Großbritannien am dem Tag des Brexits als Drittstaat angesehen werden. Zweigstellen von Banken die ihren Sitz in Drittstaaten haben, sind grundsätzlich der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) durch die zuständige Aufsichtsbehörde (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, BaFin) zuzuordnen (§§ 1 Satz 2 i.V.m. 24 EinSiG). Ab der wirksamen Zuordnung wären Einlagen bei diesen Zweigstellen mithin durch die EdB geschützt. 
  • Eine Bank mit Sitz in Großbritannien unterhält eine Tochtergesellschaft mit eigener Banklizenz in Deutschland. Wie sind meine Einlagen bei der Tochtergesellschaft geschützt?
    Tochtergesellschaften mit eigener Banklizenz in Deutschland sind bereits heute der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) als zuständiges Einlagensicherungssystem zugeordnet. Durch einen Brexit, gleich in welcher Form, ergeben sich für den Schutz der Einlagen daher keine Änderungen.  

Weitergehende Informationen erhalten Sie u.a. auf der Homepage der Europäischen Bankaufsichtsbehörde (EBA)
 

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